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Sicherungsanlagen
Höchster Standard
Ein großes Anliegen war den Planern die Sicherheit der Bahn. Darum wurde ein modernes elektronisches Stellwerk von Ansaldo Segnalamento Ferroviario eingebaut, welches die höchste Sicherheitsstufe in Eisenbahnanwendungen SIL4 erfüllt. Es ermöglicht die ferngesteuerte Kontrolle des Verkehrs auf der gesamten 60 km langen Strecke. Die Leitstelle mit dem zentralen Fahrdienstleiter befindet sich in Meran. Ein interessanter Aspekt ist, dass die Logik für Fahrstraßen und Sicherungen einzig im Hauptrechner von Meran vorhanden ist; die peripheren Elektronikeinheiten übernehmen nur Steuer- und Datenerfassungsaufgaben und können damit kostengünstiger ausgeführt werden. Die Verbindung aller Anlagen erfolgt über ein redundant ausgeführtes Glasfasernetz.
Die Züge sind mit einer kontinuierlichen Führerstandsignalisierung ausgestattet. Das System folgt dem Prinzip der kodifizierten Ströme, wie es auch bei RFI angewandt wurde. Der Unterschied liegt darin, dass auf der Vinschger Bahn eine Übermittlung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit stattfindet, welche vom Fahrzeugrechner kontinuierlich überwacht wird. Falls der Lokführer nicht die Geschwindigkeit reduziert, tritt zuerst eine Betriebsbremsung ein, welcher, wenn notwendig, eine Notbremsung folgt.
In das Zugleitsystem ist auch die Fahrgastinformation integriert: Automatisch werden über Lautsprecher und elektronische Anzeigen Einfahrt der Züge, Verspätungen, Gleisänderungen an die Fahrgäste weitergegeben. In die Signalisierungsanlage integriert sind auch die Bahnübergänge. 54 der ursprünglichen Bahnübergänge wurden geschlossen und durch Unterführungen oder Sammelstraßen ersetzt. Heute gibt es noch 31 Übergänge, welche alle mit Schrankenanlagen ausgerüstet und zugseitig mit Schutzsignalen gesichert sind.
