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Betriebskonzept

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Das Rückgrat des Verkehrs auf der Vinschger Bahn sind die Regionalzüge, die durchwegs einmal pro Stunde in Mals bzw. in Meran abfahren. Sie bedienen alle Haltestellen entlang der Strecke und verkehren täglich zwischen Mals (erste Abfahrt um 5.47 Uhr, letzte Ankunft in Mals um 23.39 Uhr) und Meran (erste Abfahrt Meran um 5.42 Uhr, letzte Ankunft in Meran um 22.44 Uhr). Am Morgen gibt es für den Berufs- und Schülerverkehr ein verdichtetes Angebot, während am Wochenende die Regionalzüge größtenteils in Doppeltraktion gefahren werden. Zusätzlich dazu gibt es alle zwei Stunden eine Schnellverbindung mit den RegioExpress-Zügen, welche im unteren Vinschgau nur in den wichtigsten Orten halten und somit den oberen Vinschgau mit einer geringeren Fahrzeit besser mit Meran verbinden. Da die gesamte Vinschger Bahnlinie ausschließlich in den Zuständigkeitsbereich des Landes Südtirol fällt, hat das Ressort für Mobilität in Zusammenarbeit mit der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) die Gelegenheit genutzt, um rund um die Vinschger Bahn ein echtes Vorzeigemodell für den öffentlichen Personennahverkehr zu schaffen: ein attraktives Dienstleistungsangebot für Bahnreisende und Pendler, eine optimale Vertaktung der Bus- und Bahnfahrzeiten sowie ein hohes Maß an Zuverlässigkeit. In das Verkehrskonzept, welches von Ingenieurbüro für Verkehrsplanung Willi Hüsler A.G. aus Zürich ausgearbeitet wurde, sind auch die Buslinien im Vinschgau miteinbezogen. Vor allem im oberen Talabschnitt versehen sie nur mehr Zubringerdienste zu den Bahnhöfen. In den Ortschaften Mals, Algund und Schlanders verbindet ein CityBus die umliegenden Orte, Ortszentren und Bahnhöfe.

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Am Morgen noch ein Kaffee in der eleganten Bahnhofstraße in Zürich, mittags Lustwandeln im Botanischen Garten von Trauttmansdorff in Meran - die Vinschger Bahn macht's möglich. Zwar dient die Vinschger Bahn vornehmlich dem Regionalverkehr im Tal und für den Transfer in Richtung Meran und Bozen. Darüber hinaus wird sie aber auch zum Zubringer zu zahlreichen Zügen des nationalen und internationalen Verkehrs. Gerade im Obervinschgau wird die Verknüpfung der Vinschger Bahn mit den Bus- und Bahnverbindungen der Nachbarländer vorangetrieben. Zeitgleich mit der Inbetriebnahme im Mai 2005 wurde die schweizerische Postautolinie von Zernez nach Münster/Müstair über den Ofenpass im Stundentakt bis Mals verlängert und übernahm damit - bis auf einige Schulfahrten - die Dienste der SAD auf dieser Strecke. In Mals kann somit bequem auf die Vinschger Bahn umgestiegen werden. Ein wichtiges Bindeglied zwischen den Tourismusregionen Engadin und Obervinschgau entsteht. Die Anreise aus Zürich und dem Schweizer Mittelland gewinnt deutlich an Komfort. In Zernez besteht Anschluss an die Engadiner Linie der Rhätischen Bahn, und nach der Fahrt durch den 20 Kilometer langen Vereinatunnel kann in Landquart auf den Nonstop-Intercity nach Zürich umgestiegen werden. Die Fahrtzeit von Zürich nach Meran wird damit auf 5,5 Stunden verkürzt, was einer Zeitersparnis von bis zu einer Stunde gegenüber der Verbindung Arlberg - Brenner gleichkommt. Südtirol und die Schweiz rücken näher zusammen: Zum einen kommen Schweizer Gäste aus dem Ballungsraum Zürich einfacher zur Churburg und in die Kurstadt Meran, zum anderen erschließen sich für Feriengäste des Vinschgau ebenfalls neue Ziele wie der schweizerische Nationalpark oder das Unesco-Kloster im Münstertal. Ebenfalls verbessert wurden die Anschlüsse zur Postbuslinie Scuol - Nauders - Landeck. Dabei verkehrt nun die Buslinie Mals - Nauders im Stundentakt bis Nauders um dort etwa zweistündliche Anschlüsse nach Scuol im Unterengadin und nach Landeck an der Arlbergbahn zu vermitteln.
 
In Landeck wiederum besteht guter Anschluss mit den österreichischen Bundesbahnen nach Innsbruck und Wien. Mals als Endstation der Vinschger Bahn wird also zu einem Busknoten mit stündlichen Anschlüssen in die Schweiz und Österreich: Die Pforten des Vinschgau zu seinen Nachbarn im rätischen Dreieck stehen weit offen.

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